metaminds creation space

Creation Space – ein weiterer Teil der New Work Experience

Jessica Dreer
Designerin für progressive Arbeitswelten
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Kreativität gehört für den überwiegenden Teil unserer Mitarbeitenden zum Tagesgeschäft. Unser neu geschaffener Creation Space bietet allen einen offenen Raum, um sich ganz entspannt und ohne Ergebnisdruck mit neuen Themen zu beschäftigen, der Kreativität im Team freien Lauf zu lassen und das Miteinander um ein weiteres Element zu bereichern – New Work neu gedacht.

Die „Organizational Experience“ ist eine der drei Säulen in unserem New-Work-Projekt. Auch hier bleiben wir unseren Leitgedanken treu und bieten viele Zukunftsformate an, damit jede:r für sich heraussuchen kann, welche Formate passend erscheinen und wo er:sie sich einbringen möchte. Gleichzeitig stärken wir dort unser Miteinander, was sich wiederum für die Social Experience auszahlt, unsere zweite Säule im New-Work-Projekt.

Im Rahmen unserer Inspiration Week und anderer Zukunftsformate ist uns bei der metafinanz stets daran gelegen, neue Formate zu diskutieren, zu erschaffen und weiterzuentwickeln. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass Kreativität unter den Top-Themen ganz oben steht, um weiterhin zusammen Zukunft zu schreiben – Zukunft für die kollektive Unternehmensentwicklung. Daraus ist die Idee entstanden, regelmäßig zu einem Creation Space einzuladen.

Nach dem Motto „Nimm dir Zeit für eine Auszeit“ haben die Mitarbeitenden dort Gelegenheit, sich im Team mit neuen Themen fernab des Projektalltags auseinanderzusetzen und ganz ungezwungen der Kreativität freien Lauf zu lassen, die sie sich im Job oder im Umgang mit Kunden ständig selbst abverlangen – eine Art Hackathon in Sachen Kreativität.

meta minds creation space

Der regelmäßige Creation Space soll es den Mitarbeitenden ermöglichen, sich im Team kreativ mit Themen zu beschäftigen (Quelle: Adobe Stock/Seventyfour).

Das Rad nicht neu erfinden

Wir alle sind in unserem privaten wie beruflichen Alltag ständig damit beschäftigt, kreativ Probleme zu lösen. Ziel des Creation Space ist es, dass die Teilnehmenden Spaß daran haben und Arbeit im Sinne von New Work völlig neu erleben.

Wie Praxisbeispiele aus dem Alltag zeigen, geht es nicht darum, das Rad neu zu erfinden. So gilt es etwa, für die aktuellen Umweltprobleme und die neu entbrannte Energiekrise mit den bereits gegebenen Mitteln neue Lösungen zu finden. Wichtig ist heute, neu kreativ zu sein und auf Vorhandenes zurückzugreifen, um Dinge zu bewegen, etwa bei der Energieversorgung auf Sonne, Wind, Wasserkraft und Wasserstoff zu setzen. Es geht darum, die vorhandenen Dinge neu zusammenzusetzen und nutzbar zu machen. Auch bei Kunden treffen wir selten auf eine grüne Spielwiese – stattdessen gilt es auch hier, mit den gegebenen Mitteln zu arbeiten und neu zu denken.

Ohne Druck zu neuer Gestaltungskraft

Es war uns wichtig, mit dem Creation Space ein Format zu etablieren, das ganz ohne Erfolgs- oder Ergebnisdruck auskommt. Die Themenvorschläge für die 90-minütige kreative Auszeit sind  im ersten Schritt zwar vorgegeben, die endgültige Auswahl der Kreativtechniken und Themen trifft dann aber ein Team Kreativmoderator:innen oder Creative Facilitators aus dem Unternehmen – in kommenden Sessions werden dann neue Themen mit anderen Methoden bearbeitet.

Erstaunlicherweise war ein Workshop ohne Ergebnisse für einige Teilnehmende irritierend, da sich viele nach Messbarkeit sehnen und stark ergebnisorientiert denken. Aber uns ging es eben nicht darum, ein gemeinsames Ergebnis hervorzubringen, sondern ganz ohne Druck die gemeinsame Gestaltungskraft und Kreativität auszubauen – loslassen vom Ergebnisdruck, locker an das Format herangehen, sich auf Neues einlassen, ein neuartiges Erlebnis in der Arbeit haben, auch wenn sich das anfangs vielleicht komisch anfühlt.

Weiterentwicklung bedeutet Veränderung

Während unser erster Creation Space coronabedingt online stattfand, waren dieses Mal etwa 50 Personen vor Ort in der metafinanz. Denn ganz im Sinne unserer Kultur standen das Zusammenkommen und der gemeinsame Austausch im Team ebenso im Fokus – nach den Sessions ging es zum gemeinsamen Ausklang in unser metaCafé.

metacafe

Das metaCafé befindet sich im Erdgeschoss des Offices in München (Quelle: metafinanz)

Künftig wollen wir das Format weiterleben und sich entwickeln lassen. Unser Ansatz ist auch hier „radically inclusive“ – wir sind immer offen für radikal neue Formate und auch dafür, sie immer wieder radikal in Frage zu stellen und neu zu denken. Der Creation Space ist dabei gleichwertig zu anderen Formaten wie etwa zu unseren Zukunftsdialogen oder metaForward. Unser Ziel ist es, das Unternehmen aus der Belegschaft heraus immer weiterzuentwickeln, voranzubringen und ständig zu verändern – Stichwort VUCA-Welt. Das Akronym für die englischen Begriffe votality, uncertainty, complexity und ambiguity, zu Deutsch Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit, steht eben für diese radikale Änderung und Veränderung, die viele Unternehmen heute durchleben. Aus panta rhei, griechisch für „alles fließt“, wird ein reißender Strom der umwälzenden Veränderungen. Wir wollen die eigene Belegschaft auch mitreißen können, statt sie außen vor zu lassen.

Mehrwert der Creation Spaces

Manche fragen sich bestimmt, was es bringt, die Teilnehmenden anderthalb oder zwei Stunden aus dem Arbeitsalltag zu holen, um völlig ergebnisoffen über Dinge zu grübeln, die mit dem eigenen Tätigkeitsfeld wenig bis nichts zu tun haben. Worauf es uns ankommt, sind Dinge, für die selten genügende Zeit zu Verfügung steht: Kreativ „spinnen“ und sich austoben, in viele Richtungen denken ohne Ergebnisdruck. Und auch mal kreativ zuhören und sich zu vernetzen, auszutauschen und die Social Experience in der meta weiter zu unterstreichen. Zu New Work mit neuen Arbeitsweisen und einem neuen Erleben der Arbeit gehören eben auch Formate wie der Creation Space und die notwendige Zeit, sich mit solchen neuen Formaten auseinanderzusetzen und sich darauf einzulassen.

Das Feedback unserer Moderator:innen ermutigt uns, das Format weiterzuführen: „Die Teilnehmenden waren super motiviert und haben viele Ideen entwickelt. Man hat gemerkt, dass sie dabei wirklich Spaß hatten, und am Ende hatten wir mehrere neue Ansätze, die man hätte weiterentwickeln können. Mich hat gefreut, dass ein Teilnehmer gesagt hat, dass er das mit in sein Team nimmt, um die Idee dort weiterzuspinnen.“

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Quelle Titelbild: AdobeStock /calypso77

Jessica Dreer
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Rainer Göttmann
Experte für Zukunftsbilder
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