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Hackathon v2: Von der Idee zur Umsetzung

Katharina Kreuzer
Expertin für Veränderung
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Im letzten Artikel haben wir über unsere Hackathon-Idee berichtet – wie wir mit unserer Gamification-Plattform den Remothon 2021 der metafinanz gewinnen konnten und eine neue Challenge geboren wurde. Seitdem waren wir nicht tatenlos. Wir haben in den vergangenen Monaten aus der 48-Stunden-Hackathon-Idee eine unternehmensweite Initiative auf die Beine gestellt.

Hinter uns liegen Monate voller Brainstormings, Testen, Verwerfen von Ideen, Neuaufbau, Recruitments, Kommunikation und viel Arbeit. Denn „ohne Fleiß, kein Preis“ – das gilt für unsere Hackathon-Siegerin, die Challenge-App metaGoals, und das gilt auch für das metaGoals-Team. Wir sind mittendrin, lernen bei jeder Idee etwas Neues dazu und haben als Bonus auch noch viel Spaß. Seit dem Hackathon konnten wir unser Team verdreifachen, uns agil organisieren und neben den normalen Kundenprojekten die Ideen weiter schärfen und vertiefen.

Die Idee für den Remothon

Seit dem Hackathon im Herbst 2021 entwickeln wir eine innovative Gamification-Plattform für Smartphones, mit der sich Kolleg*innen und Teams verschiedene Ziele setzen, gegeneinander antreten und ruhmreiche Rewards erhalten können: metaGoals. Die Herausforderungen der App sollen breit gefächert sein und unterschiedliche Bereiche aufgreifen. Nachhaltigkeit wäre ein Beispiel: „Müllsammeln – Welche Gruppe sammelt als erste zehn Kilo Müll?“ Oder etwas aus der Welt des Sportelns wie „Fordere den Geschäftsführer im Treppensteigen heraus“. Sie können aber auch unsere Kunden einbeziehen. Und natürlich zählen auch klassische Ziele wie die längste Radstrecke oder ein Lauf über die Marathon-Distanz zu den geplanten Challenges.

hackathon challenge

Unsere innovative Gamification-Plattform ermöglicht es die Geschäftsführung, Kolleg*innen und Kunden zu kreativen Challenges herauszufordern (Adobe Stock / Coloures-Pic).

Miteinander gegeneinander antreten

Aber nicht das Gegeneinander macht den Charme der App aus, sondern vor allem das Miteinander. Wie lange brauchen wir in einem zehnköpfigen Team, bis wir einmal um die Welt gelaufen sind? Wie viele Tage lassen wir das Auto stehen und nutzen Rad oder Bus? Wann haben wir gemeinsam die Strecke zum Mount Everest durch Treppensteigen geschafft? Wichtig ist, etwas zu erschaffen, was Spaß macht, uns verbindet und gleichzeitig herausfordert.

Aktuelle Technologien im Einsatz

Die Wahl der Technologie ist hierbei essenziell gewesen. Sie muss von jedem Programmierer verwendet und von der App (iOS/Android) erreicht werden. Im Rahmen des Hackathons haben wir unser Interface auf Microsoft Power BI aufgebaut. Damit konnten wir eine einfache, schnelle und simple Visualisierung umsetzen, die unsere Challenges abbildet und klickbar ist. Wir entschieden uns dafür, mit einer Micro-Service-Architektur zu arbeiten, die es uns ermöglichte, gleichzeitig verschiedene Komponenten getrennt zu entwickeln, ohne uns gegenseitig bei der Entwicklung zu bremsen.

Unsere API und Datenbank sind Azure Serverless, um die App auf allen Plattformen nativ entwickeln zu können. Serverless oder Serverlos bezeichnet ein Cloud-natives Konfigurationsmodell, bei dem Applikationen entwickelt und ausgeführt werden können, ohne Server betreiben zu müssen. Physisch sind die Server zwar immer noch verfügbar, sie sind aber von der App-Entwicklung abgekoppelt worden. Ein Cloud-Provider verwaltet die Routineaufgaben der Bereitstellung, Steuerung und Skalierung der zentralen Infrastruktur. So müssen die Entwickler lediglich den Programmcode in Container verpacken, um ihn bereitzustellen.

Warum wir das Rad neu erfinden

Der Markt ist voll von derartigen Apps – warum machen wir uns die Arbeit? Zwei Antworten: Wir wollen es erstens selbst machen und genau jene Funktionalitäten erhalten, die wir uns vorstellen. Und zweitens wollen wir lernen, lernen, lernen. Fast jeder kann einen Code kopieren, ihn in ein zur Verfügung gestelltes Framework fügen und die Farben an die CI-Richtlinien des Unternehmens anpassen. Doch das wäre nicht im Sinne des Hackathon-Innnovation-Mindsets, in dem es auch auf die Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten ankommt.

Unser Hackathon-Innovation-Mindset trieb uns an die App selbst zu entwickeln mit allen Funktionalitäten, die wir uns vorstellen (Adobe Stock /alphaspirit).

Anfangen, scheitern, besser machen

Auch in der metafinanz streben wir nach der Devise „Fail fast, learn fast“. Wie also könnten wir unser Motto besser umsetzen, als bei einem internen Projekt etwas komplett Neues auszuprobieren oder uns daran zu messen. Und selbstverständlich auch Fehler zu machen, diese auszubessern, uns darüber die Haare zu raufen und vielleicht sogar komplett von Null zu beginnen – so kann man aus der Challenge lernen. Insofern waren die vergangenen Monate für uns alle superspannend, wir sind über unsere bisherigen Fähigkeiten hinausgewachsen und konnten neue Themen angehen – für uns selbst und gemeinsam im Team.

Wie geht es weiter?

Nach der Planung kommt nun die Umsetzung auf uns zu. Wenn Ihr interessiert an unserer App seid, Vorschläge und Best Practices habt, derzeit selbst in der Entwicklung einer ähnlichen App steckt, Sparringspartner sucht oder einfach interessiert an einem Austausch seid, freuen uns immer über neue Ideen und einen produktiven Dialog.

Meldet Euch einfach im Kommentarfeld, über LinkedIn oder per E-Mail bei uns!

Sie möchten Einblicke von unserem Hackathon 2021 bekommen? Hier geht es zum Beitrag!

Quelle Titelbild: AdobeStock/MicroOne

Katharina Kreuzer
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Steven Knight
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