Es gibt kein New Normal!

Thomas Resch - metaMind
Experte für agile Organisations-
entwicklung
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Das große Thema dieser Zeit ist: Wie wird die post-pandemische Epoche aussehen? Normal oder New Normal; das ist nicht die Frage! Ich bin davon überzeugt: Weniger Normal und mehr Revolution ist die Devise.

Unternehmen beschäftigen sich inzwischen nicht mehr vornehmlich mit der Pandemie. Es geht zunehmend um die Zeit danach. Hierbei merke ich in Kundengesprächen, Podiumsdiskussionen und bei einem virtuellen Kaffee zwei Strömungen:

Die einen sind überzeugt, dass es nach der Pandemie zurück zum „Normalstatus“ geht. Alles wird wie vorher sein. Arbeitnehmer*innen kehren zurück an die Schreibtische in ihren Büros. Entweder zurück aus dem Home Office oder zurück aus der Kurzarbeit – Meetings finden in Präsenz statt. Auf der anderen Seite gibt es die Überzeugung, dass sich ein New Normal bilden wird. Ein Normal, das mit Schlagworten wie hybrid und agil aufgepeppt wird. Hauptsache neu und modern.

Wie wird die neue Normalität nach der Pandemie aussehen (iStock: Dilok Klaisataporn)?

Meine Überzeugung ist: Es wird weder ein „Altes Normal“ noch ein „Neues Normal“ geben. Wie auch? Die Illusion von Beständigkeit hat sich spätestens durch die Pandemie zerschlagen. Organisationen sind komplexe Systeme und damit per Definition dynamisch, lebendig und nie im Normalzustand. Dazu zitiere ich gerne Albert Einstein: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Der Mensch als Erfolgsfaktor

Unternehmen müssen ihren Angestellten die Möglichkeit geben sich einzubringen und sich zu entwickeln (Quelle: iStock: wildpixel).

Die Krise hat gezeigt: Der kritische Erfolgsfaktor eines jeden Unternehmens ist der Mensch. Nur er kann andere Menschen durch Krisen, durch Dynamik und Veränderungsprozesse führen. Mit Kreativität, Leidenschaft und Anpassungsfähigkeit. Doch dafür muss eines gegeben sein: Das komplexe System Organisation muss Menschen die Möglichkeit geben, sich einzubringen und zu entwickeln. Denn Angestellte sind nicht dafür da, dass jemand aufpasst, damit sie nichts anstellen.

Mit diesen Vorgedanken überrascht es nicht, dass Studien zeigen: Die Aufbauorganisation verbunden mit einer ansprechenden Kultur nimmt den höchsten Stellenwert für die HR-Arbeit ein. HR steht dabei nicht mehr für Human Resources – sondern meiner Meinung nach für „Human Revolution“.

„Vergeude keine Krise“

Jetzt ist die Zeit, Weichen zu stellen. Die Zeit, neue Organisationsformen zu bilden. Die Zeit, ein Umfeld für die Menschen zu schaffen, in dem Raum für Kreativität und Leidenschaft ist. Oder wie Anja Förster es so schön auf den Punkt bringt: „Vergeude keine Krise!“ In diesen Phasen der Disruption müssen sich Unternehmen bewähren. Und sie können zeigen, ob sie lernfähig und anpassungsfähig sind. Das spüren Mitarbeitende und Kunden. Denn ein Normal wird es weder geben, noch wird es überzeugen. Auch nicht, wenn jemand ein „neu“ davor packt.

Weitere Informationen zu den Leistungen von metafinanz im Bereich Agile Enterprise sind hier zu finden.

Quelle Titelbild: iStock /Choreograph

Thomas Resch - metaMind
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