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Umfrage zeigt: Zufriedenheit und Produktivität steigen bei Mitarbeitern im Homeoffice

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Jeder Zweite arbeitet aktuell im Homeoffice – und will das auch nach der Corona-Krise weiter tun. Viele schätzen sich im Homeoffice produktiver ein und sind zufriedener. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor.

Derzeit sind rund laut Hochrechnungen des Verbands rund 10,5 Millionen Berufstätige permanent im Homeoffice. Jeder Zweite arbeitet zudem mindestens einmal die Woche vom heimischen Schreibtisch aus. Um die Kontakte im öffentlichen Personenverkehr auf dem Weg zur Arbeit auch weiter gering zu halten, will das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Verordnung erlassen. Diese solle mindestens bis zum 15. März gelten und Unternehmen dazu verpflichten, ihren Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause zu ermöglichen.

Produktivitäts-Boost Homeoffice

Welche Auswirkungen das auf die Mitarbeiter im Homeoffice hat, zeigt die repräsentative Umfrage der bitkom Research: In Summe mehr als die Hälfte schätzen ihre Produktivität „etwas höher“ (34 Prozent) oder „deutlich höher“ (23 Prozent) ein. Auch die Arbeitszufriedenheit steigt bei rund 43 Prozent der Befragten. Ein Drittel sieht keine Unterschiede zur Büroarbeit.

Für die Mehrheit der Befragten hat das Arbeiten von Zuhause mehr Vorteile. Acht von zehn Mitarbeitern merken, wie der entfallende Arbeitsweg den Stress reduziert. Außerdem bemerken rund 60 Prozent der Arbeitnehmer eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.

Anstieg der Produktivität und Arbeitszufriedenheit (Eigene Darstellung auf Basis der bitkom Studie)

Die Kehrseite: Ein Drittel schätzt die Arbeitszeit im Homeoffice „deutlich höher“ (13 Prozent) oder „etwas höher“ (22 Prozent) ein. Bitkom-Präsident Achim Berg sieht die Ergebnisse kritisch: „Eine der größten Herausforderungen für die Arbeit im Homeoffice ist die Abgrenzung von Beruflichem und Privatem. Hierbei helfen klare Regeln und Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.“

Wunsch nach Homeoffice steigt

Die neue Normalität hat das Homeoffice massentauglich gemacht. Auf die Frage des Bitkom, ob sich die Befragten wünschen würden, nach der Pandemie weiter im Homeoffice zu arbeiten, antwortete keiner der über 1.000 Teilnehmer mit „Nein“. 40 Prozent können sich vorstellen, bei Bedarf ins Homeoffice zu wechseln. Vier von zehn (41 Prozent) ziehen die Arbeit von Zuhause an einem bis drei Tagen pro Woche dem Büro vor. Jeder zehnte (10 Prozent) kann sich vorstellen, nur noch von Zuhause aus zu arbeiten.

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Anteil der Berufstätigen im Homeoffice (Eigene Darstellung auf Basis der bitkom Studie)

Derzeit ist die Situation für die Mehrheit aber noch ungewiss: 59 Prozent der Arbeitgeber haben ihren Mitarbeitern noch nicht mitgeteilt, wie sie in Sachen Homeoffice nach Ende der Corona-Krise verfahren werden. Bitkom-Präsident Berg prognostiziert diesbezüglich, dass „Arbeitgeber, die Homeoffice kategorisch ausschließen, für Mitarbeiter und Bewerber zunehmend unattraktiv werden”.

Dass das Homeoffice für Beschäftigte nicht in Frage kommt, liegt häufig an der mangelhaften technischen Infrastruktur. Unter allen Homeoffice-Verweigerern gab jeder Vierte (26 Prozent) an, dass er durch eine langsame beziehungsweise fehleranfällige Internetverbindung lieber auf das Homeoffice verzichtet.

Echte Kollaboration zwischen Homeoffices und Büros braucht mehr als ein funktionierendes Internet: Wir von der metafinanz unterstützen Sie gerne bei der Einrichtung Ihres Future Workplace!

Quelle Titelbild: iStock / elenabs

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