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Warum Meinungsvielfalt eine Chance ist

Aylin Saruhan - metaMind
Compliance-Beauftragte
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Unerwartete Ideen entstehen vor allem dort, wo es Reibung gibt. Wenn alle Mitarbeitenden in der gleichen Blase denken, dann besteht die Gefahr einer innovationsfreien Umgebung. Um Grenzen zu verschieben und alle möglichen Blickwinkel zu berücksichtigen, kann das Spektrum an Einflüssen und Meinungen gar nicht vielfältig genug sein.

Im Zusammenhang mit Diversity ist Meinungsvielfalt sicherlich nicht das Erste, das einem in den Sinn kommt. Aber sie hat eine große Bedeutung. Unterschiedliche Hintergründe bedeuten unterschiedliche Lernstile, unterschiedliche Arten der Problembehandlung und unterschiedliche Perspektiven auf Lösungen. Eine Vielfalt der Meinungen erleichtert eine offene Sichtweise, die in einer globalisierten Welt wichtig ist. Nonkonformisten sind für Unternehmen auf den ersten Blick unbequem, aber auf lange Sicht lohnt sich eine breite Palette an Meinungen für alle.

Meinungsfreiheit endet nicht im Büro

Ich glaube, dass man in vielen Unternehmen beim Start in den Arbeitsalltag seinen Kopf an der Garderobe abgibt. Bei uns in der metafinanz stehen hingegen Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit im Fokus. Das bedeutet auch, dass die Meinungen aller Beachtung finden. Wir haben Plattformen wie den Open Space, wo Mitarbeitende eigene Ideen und Meinungen mit anderen in der Organisation teilen können. Es gibt dort kein Veto-Recht, und niemand bestimmt, welche Themen auf den Tisch kommen und welche nicht. Natürlich hat Meinungsvielfalt aber auch bei uns ihre Grenzen: Wenn etwas komplett entgegen unserer Werte ist und möglicherweise sogar Hass schürt, können wir dies nicht akzeptieren.

„Ich glaube, dass man in vielen Unternehmen beim Start in den Arbeitsalltag seinen Kopf an der Garderobe abgibt (Quelle: AdobeStock /Aliaksandr Marko).“

Meinungen als Saatkorn

Ich finde, es gibt bei Meinungen weder richtig noch falsch. Meinungen sind keine Tatsachen, sie können unlogisch sein. Wenn man spürt, dass es ein großes Interesse an einer Meinung gibt, kann das dazu beitragen, dass daraus Initiativen entstehen. Bei uns zum Beispiel im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsinitiative #metaGreen, wo engagierte Mitarbeiter*innen Lösungen entwickeln, die uns als Unternehmen nachhaltiger werden lassen. Das war zunächst die Meinung Einzelner, dann haben wir gemerkt, dass das Thema breites Interesse findet.

Eine Meinung kann wie ein Saatkorn sein, das erst viel später und in einem anderen Zusammenhang aufgeht. Manchmal keimt das Saatkorn allerdings nicht, und das ist auch nicht schlimm, denn nicht jede Meinung braucht einen unmittelbaren Outcome. Sie ins Spiel zu bringen, kann uns dennoch dabei helfen, aus unserer selbst bestätigenden Blase herauskommen – oder anders gesagt: aus unserer Komfortzone zu treten.

Wer zahlt, schafft an?

Um in einem Unternehmen Gehör zu finden, muss man immer wieder Themen adressieren und aktiv Follower suchen (Quelle: AdobeStock /New Africa).

Sicherlich gibt es viele Unternehmen, in denen die Unternehmensleitung die eigene Meinung für die einzig Wahre hält. Ich würde raten: nicht aufgeben! Um Gehör zu finden, muss man immer wieder Themen adressieren und aktiv Follower suchen. Erfolgreich sein kann man nie allein – das Netzwerk und das Team machen den Erfolg. Wenn es dann wirklich gar nicht passt und die eigene Meinung nicht gewünscht ist, dann ist man vielleicht nicht beim richtigen Unternehmen und sollte sich Konsequenzen überlegen.

Vielfalt der Meinungen führt zu besseren Entscheidungen

Diversity wirkt nicht nur nach innen, der Mehrwert erreicht auch die Kunden. Meinungsoffene Unternehmen sind nach außen kundenorientierter und betreuen etwa spanische Kunden mit einem spanischsprachigen Vertriebsteam. Im Rahmen von Diversity ist es wichtig, Vielfalt in einem weiteren Sinne zu sehen. Gedankenvielfalt bedeutet, seine Einzigartigkeit einzubringen und die Dinge aus der eigenen Perspektive zu betrachten. Es geht um die einzigartigen Ideen und Perspektiven, die Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen mitbringen. So fließen mehr Ansichten und Aspekte in die Entscheidungsfindung mit ein.

Bei metafinanz können wir unsere Meinung äußern und gleichzeitig zeigen, dass wir andere Meinungen hören und vor allem wertschätzen. Wenn die Mitarbeitenden sich wohl fühlen, werden sie offener für neue Ideen oder Vorschläge. Wenn jedes Team aus Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen, Fachgebieten und kulturellen Hintergründen besteht, dann gibt es viel mehr Meinungen und damit Quellen der Inspiration sowie des Wissens, aus denen eine Organisation schöpfen kann.

Quelle Titelbild: AdobeStock/alotofpeople

Aylin Saruhan - metaMind
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