Wie individuelle Inspiration einer Organisation hilft

Dominika Rantasa - metaMind
Expertin für Marketing
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Inspiration in die eigene Organisation zu tragen, ist das Eine. Aber wie zieht man handfeste Lehren daraus und führt die verschiedenen Gedanken zu einem gemeinsamen Resultat zusammen? Wir haben es mit unseren Inspiration Scouts geschafft.

Kopföffner, frische Ideen, neue Inputs… von Zeit zu Zeit braucht es Inspiration, um zu reflektieren, das eigene Tun herauszufordern und sein Business weiterzuentwickeln. Inspiration ist allerdings ein höchst individueller Vorgang. Jeder Mensch nimmt den Input anders wahr, zieht unterschiedliche Lehren, erkennt verschiedene Potenziale. Individuell gesehen kein Problem, doch wenn ein Team oder eine Organisation als Gesamtes von vielen individuellen Inspirationen profitieren soll, muss man diese ordnen.

Inspiration Scouts: Spurensucher*innen der Organisation

Unser Ansatz: Die Wahrnehmung auf bestimmte vordefinierte Fragen lenken, vor diesem Hintergrund die Inspiration wirken lassen, individuelle Eindrücke sammeln und sie dann auf Muster hin analysieren. Eine sehr wertvolle Methode, wie wir am Beispiel unserer StartUp Inspiration Week gesehen haben: Die zahlreichen Sessions und Impulse von 23 Expert*innen brannten ein Feuerwerk an Inspirationen, Emotionen und Resonanz ab.

Es gilt individuelle Eindrücke zu ordnen, um als Organisation von unterschiedlichen Inspirationen zu profitieren (Quelle: AdobeStock / Cagkan).

Um diese zu kanalisieren, hatten wir im Vorfeld eine Gruppe von metafinanz-Mitarbeiter*innen zu Inspiration Scouts ernannt. Sie sollten das Gesehene und Gehörte der Woche in Bezug zu unserer Organisation setzen. Zwei Fragen leiteten sie:

  1. „Was ist die metafinanz nicht?“
    (Während der Vorträge notierten die Scouts alles, was ihnen dazu einfiel)
  2. „metafinanz ist…“
    (Mit Vervollständigen des Satzes fassten die Scouts nach jedem Vortrag die Erkenntnisse aus den Notizen zusammen)

Aus den Notizen der Scouts ließen sich über eine systematische Analyse knapp 700 Codes generieren, Cluster bilden und diese in Beziehungen zueinander setzen. So entstanden durch die inspirierenden Impulse nicht nur individuelle Gedanken, sondern aus dem Inneren heraus ein Bild davon, wie metafinanz in Bezug auf Zukunftsthemen wie #Business-Ecosystems, #Coopetition, #Sinn-Ökonomie, #Talentismus, #Lebensstile oder #Wir-Kultur positioniert ist.

Ein Abbild der metafinanz

Der Wunsch nach Entwicklung der metafinanz ist stark ausgeprägt. Unsere Zukunftswünsche ziehen wir aus dem Wir und dem, wie wir sind (Quelle: AdobeStock / lassedesignen).

So zeigt die Auswertung, dass die Weiterentwicklung der metafinanz beim Thema #Business-Ecosystems ebenso wie bei #Coopetition große Potenziale birgt – und die Grundlagen dafür bereits in der DNA der metafinanz angelegt sind – auch wenn wir (noch) kein eigenes Ökosystem sind. Es kristallisierte sich heraus, wie sehr wir als Team eine #Wir-Kultur verinnerlicht haben und welche zentrale Rolle dies für unsere Arbeit sowie unseren Erfolg spielt. Dabei droht das Ich manchmal vielleicht sogar zu kurz zu kommen. Aber wir sind auch Entwicklungsraum, wir machen Dinge möglich.

Zudem zeigt die häufig gewählte Formulierung „…werden kann“, dass der Wunsch nach Entwicklung der metafinanz bei uns stark ausgeprägt ist. Wir ziehen unseren Sinn aus diesen Zukunftswünschen, aus dem Wir und dem, wie wir sind: menschlich, heterogen, divers, beweglich und agil.

Lösungskompetenz und Problemverständnis

Die Notes der Inspiration Scouts haben uns gezeigt: Wir sind ein cooles Team von Verfahrensvirtuosen, die alle Probleme lösen, mit denen Kund*innen auf uns zukommen. Wir haben die gefragte Umsetzungskompetenz in einer außergewöhnlichen Qualität. Doch was sind die Herausforderungen, von denen auch unsere Kund*innen noch gar nicht wissen, dass sie sie haben (werden)? Und was sind die echten Bedürfnisse hinter den Problemen? Unsere Aufgabe ist es, den Lösungsmodus der metafinanz beizubehalten, aber noch stärker zu erkennen, wo das Wesentliche in einer Frage liegt und was der wahre Kern einer Herausforderung ist. Wenn wir Problem und Lösung nahtlos zusammenfügen, liegt unsere große Chance darin, über die verstärkte Außenwahrnehmung, systemische Problemanalysen, das vertiefte Experimentieren in Netzwerken und die Schärfung unseres Organisationszwecks zum Kontext-Versteher der Kundenbedürfnisse zu werden.

Wissen Sie, was Ihre Organisation ist?

Identitätsarbeit ist ständiger Begleiter einer Organisation. Man möchte meinen, die Antworten auf Fragen nach dem Sein und dem Nichtsein der eigenen Organisation müssten doch für alle auf der Hand liegen. Doch je mehr man darüber nachdenkt und diskutiert, umso deutlicher wird, wie wenig eigentlich klar ist – vor allem hinsichtlich eines gemeinsamen Verständnisses. So individuell einzelne Meinungen und Aussagen sein mögen, so gut lassen sie sich aber auch immer ordnen, wenn sie systematisch analysiert und die Muster freigelegt werden. Dann zeichnet sich beispielsweise ab, welche Werte tief in der DNA einer Organisation angelegt sind und welche Verfasstheit ihre Identität aufweist: Was sie ist, was sie nicht ist und was sie werden kann.

Wenn Sie einzelne Meinungen des Seins und des Nichtseins einer Organisation ordnen, zeigt sich, welche Werte tief in der DNA dieser angelegt sind (Quelle: AdobeStock / jd-photodesign).

Die Klarheit und ein einheitliches Wissen um die Identität der eigenen Organisation sind grundlegende Bausteine für strategische Entscheidungen und die Identifikation von Handlungsansätzen. Inspiration kann viele neue Türen öffnen. Um als Organisation gemeinsam zielstrebig durch eine oder mehrere dieser Türen gehen zu können, braucht Inspiration ein ordnendes methodisches Framing.

#metaForward.

Die StartUp Inspiration Week war der Auftakt mit einer Vielzahl von Impulsen, um neue Perspektiven kennenzulernen. Eine Einladung, sich Fragen zu stellen, die im Alltag selten Platz haben. Diese Einladung wollen wir aufrecht halten – mit #metaforward.

Wechselnde Gäste spüren im Gespräch mit Florian Kondert den Themen der Inspiration Week weiter nach. Wir suchen gemeinsam nach Potenzialen, die uns, unsere Organisationen und unser Arbeiten nachhaltig verändern, um die Weichen für morgen zu stellen.

Quelle Titelbild: AdobeStock/m.mphoto

Dominika Rantasa - metaMind
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